Neue BauAV

10. Januar 2022

Seit einigen Tagen ist die neue BauAV 2022 gültig und muss entsprechend umgesetzt werden.
Eine wichtige Änderung betrifft den Artikel 29. Dort wird folgendes festgelegt:

Art. 29      Andere Absturzsicherungen
1 Wo das Anbringen eines Seitenschutzes nach Artikel 22, eines Fassadengerüstes
nach Artikel 26 oder eines Auffangnetzes oder Fanggerüstes nach Artikel 27

technisch nicht möglich oder zu gefährlich ist, sind gleichwertige Schutzmassnahmen
zu treffen.
2 Die Schutzmassnahmen müssen unter Beizug einer Spezialistin oder eines Spezia-
listen für Arbeitssicherheit nach Artikel 11a der Verordnung vom 19. Dezember
1983 über die Unfallverhütung (VUV) schriftlich festgelegt werden.


Die Verantwortlichen der SUVA haben sich mit dieser Problematik und mit diversen Einwenden auseinandergesetzt.
Eine, unseres Erachtens gute Lösung konnte gefunden werden.  

Das Suva-Factsheet Arbeiten am hängenden Seil (FS 33016) wird wie folgt angepasst: Am hängenden Seil darf nur gearbeitet werden, wenn die Arbeiten nicht auf andere Weise
und mit geringerem Risiko ausgeführt werden können. Der Kollektivschutz (z. B.
Seitenschutz, Auffangnetze) und technische Hilfsmittel wie Hubarbeitsbühnen sind dem
Individualschutz immer vorzuziehen.

Die Person, welche die Absturzsicherungsmassnahmen festlegt, muss über eine Mindestqualifikation «Projektleiter SZP Level 3» eines unter www.suva.ch/seil
aufgeführten Ausbildungsstandards verfügen. Bei Vorliegen von weiteren besonderen
Gefährdungen zieht der Arbeitgeber Spezialisten der Arbeitssicherheit bei.


Bei Fragen rund um die neue BauAV steht der Vorstand von Seilarbeit Schweiz gerne zur Verfügung.

 

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